Rezension Tarmo Peltokoski – Mozart: Sinfonien

Vital

Betont kammermusikalisch führt Tarmo Peltokoski die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen durch Mozarts späte Sinfonien.

vonChristoph Vratz,

Flankierend zum Haydn-Projekt unter ihrem Chefdirigenten Paavo Järvi veröffentlicht Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter anderer Label-Flagge jetzt ein Mozart-Album mit Tarmo Peltokoski. Der Finne liefert am Klavier zusätzlich Improvisationen zu jeder der drei ausgewählten Sinfonien. Nett, aber viel mehr auch nicht. Kern des Albums sind die Sinfonien „Haffner“ (Nr. 35), „Linzer“ (Nr. 36) und die g-Moll-Sinfonie (Nr. 40). Peltokoski treibt die Kammerphilharmonie zu einem betont vitalen, rüstig-markigen Spiel an. Die dynamischen Kontraste, etwa im Finale der Haffner-Sinfonie, sind ähnlich schroff wie die rhythmischen. Betont kammermusikalisch agiert das Orchester in den langsamen Abschnitten. Einzig mit den Menuett-Sätzen weiß Peltokoski nicht so viel anzufangen. Sind sie für ihn noch höfische Tanzsätze oder schon Vorboten der späteren Scherzo-Mutationen?

Tarmo Peltokoski
Tarmo Peltokoski

Mozart: Sinfonien Nr. 35, 36 & 40

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Tarmo Peltokoski (Leitung)
Deutsche Grammophon

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