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Rezension Antonio Pappano – Elijah

Opernhafte Züge

Unter der Leitung von Antonio Pappano bringt das London Symphony Orchestra die englischsprachige Erstfassung von Mendelssohns „Elias“ zu Gehör.

vonChristoph Vratz,

Während die deutschsprachige Version von Mendelssohns „Elias“ relativ häufig auf Tonträger dokumentiert worden ist, ist die Auswahl bei der englischsprachigen Erstfassung deutlich kleiner. Das London Symphony mit Chor und Orchester hat unter Antonio Pappano den „Elijah“ im Januar im Konzert aufgeführt und veröffentlicht jetzt den Mitschnitt. Pappano verleiht dem Oratorium durchaus opernhafte Züge, er hält den 130-köpfigen Chor relativ beweglich und stattet den Orchestersatz mit stellenweise berliozschem Charakter aus. Die Titelfigur prägt Gerald Finley mit sonoren Zügen, Sarah Connolly und Masabane Cecilia Rangwanasha überzeugen in den weiblichen Hauptpartien. Allan Claytons Tenor fügt sich ebenso homogen ein wie Ewan Christians Knabenstimme. Insgesamt eine weniger historisierend ausgerichtete Aufführung, der es jedoch an Leidenschaft ebenso wenig mangelt wie an Feinheiten.

Antonio Pappano
Antonio Pappano

Mendelssohn: Elijah

Masabane Cecili Rangwanasha (Sopran), Sarah Connolly (Mezzosopran), Allan Clayton (Tenor), Gerald Finley (Bassbariton), The Guildhall Songers, London Symphony Chorus & Orchestra, Antonio Pappano (Leitung)
Naxos

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