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CD-Rezension Dorothea Röschmann

Wohltuende Reife

Die Sopranistin Dorothea Röschmann überzeugt bei ihrem ersten Lied-Album seit langem

vonChristoph Vratz,

Den Auftakt ihres eher nichtssagend mit „Portraits“ betitelten Programms bilden Goethe-Vertonungen von Schubert: Lieder der Mignon. Knapp eine Stunde später endet diese CD mit denselben Texten, diesmal vertont von Hugo Wolf. Dazwischen Werke von Schumann und Strauss. Ein sehr subtil zusammengestelltes Album, das Dorothea Röschmann mit ihrem Klavierpartner Malcolm Martineau vorgelegt hat. Die Sopranistin zeigt sich glücklicherweise nicht als opulente, dick pinselnde Gestalterin, als Weltbotschafts-Verkünderin. Sie verlässt sich ganz auf ihre reichen stimmlichen und gestalterischen Mittel und erzeugt dadurch eine große Unmittelbarkeit. Das klingt mal wohltuend reif, vor allem in tieferen Lagen, mal immer noch jugendlich hell. Der Gesang ist geprägt von gleichzeitiger Sinnlichkeit und hoher Textverständlichkeit. Malcolm Martineau beweist einmal mehr seine Rolle als herausragender Liedpianist.

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