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CD-Rezension Alexander Krichel

Differenziert

Klarer Anschlag und differenzierte musikalische Linien zeichnen das Klavierspiel von Alexander Krichel aus

vonChristoph Vratz,

Es gibt von Sergei Rachmaninows zweitem Klavierkonzert die effektsuchenden Versionen wie mit Lang Lang, dementgegen gibt es die ent-virtuosierenden Fassungen wie etwa mit Jorge Bolet. Jetzt hat Alexander Krichel seine Lesart dieses Werkes als Konzert-Mitschnitt veröffentlicht, mit einem herrlich gedeuteten, im Dialog mit den Bläsern sehr kammermusikalischen zweiten Satz und zwei nie gewollt draufgängerischen, im Tempo eher moderaten Ecksätzen. Klarer Anschlag, differenzierte musikalische Linien zeichnen Krichels Klavierspiel aus, unterstützt von einer farbigen, warm grundierten Dresdner Philharmonie unter Michael Sanderling. Die sechs Moments musicaux op. 16,  in denen die Wandlungsfähigkeit des Pianisten und seine Absage an alles Herz-Schmerz-Spiel gleichermaßen zum Ausdruck kommen, sowie Krichels eigenes Lullaby ergänzen diese stimmige, klanglich nicht immer ganz überzeugende Aufnahme.

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