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Rezension R. Strauss: Die Frau ohne Schatten

Voller Verve

Christian Thielemann kennt seinen Strauss aus dem Effeff. Zugleich spielt das Orchester der Wiener Staatsoper voller Verve.

vonChristian Lahneck,

Nach der 2011 (bei den Salzburger Festspielen) mitgeschnittenen DVD-Produktion von Richard Strauss’ „Die Frau ohne Schatten“ steht Christian Thielemann nun erneut vor dem Orchester der Wiener Staatsoper. Es handelt sich um eine Aufführung zum 150-jährigen Bestehen des Hauses, aufgezeichnet im Mai 2019. Abermals singt Stephen Gould die Partie des Kaisers. Dessen Gemahlin, Frau Kaiserin, ist die überragende Camilla Nylund; Evelyn Herlitzius (2011 als Frau Färberin) ist diesmal als Amme zu hören, Nina Stemme übernimmt nun die Partie von Baraks Frau. So entstehen intensive und spannungsvolle Duelle. Thielemann wiederum kennt seinen Strauss aus dem Effeff. Das ist nicht neu, aber immer wieder bezwingend. Voller Verve spielen die Wiener und zugleich mit aller Klarheit. Wie er Orchester und Sänger aufeinander abstimmt, ist eine Klasse für sich. Auch vokal lässt dieser Mitschnitt kaum Wünsche offen.

Christian Thielemann
Christian Thielemann © Matthias Creutziger

R. Strauss: Die Frau ohne Schatten

Stephen Gould, Camilla Nylund, Evelyn Herlitzius, Sebastian Holecek, Nina Stemme, Wolfgang Koch, Samuel Hasselhorn, Chor der Wiener Staatsoper, Orchester der Wiener Staatsoper, Christian Thielemann (Leitung)
Orfeo

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