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CD-Rezension Martha Argerich – Prokofiev for Two

Auf derselben Wellenlänge

Die Prokofjew-Aufnahme von Martha Argerich und Sergei Babayan lebt von den vielen rabiaten Umschwüngen und den quasi-orchestralen Bearbeitungen

vonChristian Lahneck,

Sergei Babayan, Pianist und inzwischen auch oft als Lehrer von Daniil Trifonov genannt, hat eine Reihe von Prokofjew-Werken für zwei Klaviere bearbeitet, darunter 12 Sätze aus „Romeo und Julia“ sowie Ausschnitte aus „Krieg und Frieden“ und anderen Stücken wie „Hamlet“. Mit Martha Argerich hat Babayan diese Transkriptionen eingespielt. Dass da zwei exzellente Rhythmiker am Werk sind, hört man vom ersten Takt an. Das bohrt ungemein, absolut synchron hämmern sie die vielen Tonwiederholungen in die Tasten. Doch neben Kraft und Sarkasmus haben die beiden erfahrenen Pianisten auch eine Reihe von unterschiedlichen Stimmungen und Anschlagsfinessen in ihrem Repertoire: Melancholie, Humor, Ironie, Grazie. Eine Aufnahme, die auf den ersten Moment roh wirkt, lebt von den vielen rabiaten Umschwüngen, von den quasi-orchestralen Bearbeitungen und von zwei Solisten, die offenbar auf einer Wellenlänge funken.

Prokofiev for Two
Prokofjew/Babayan: Romeo & Julia op. 64, Hamlet op. 77, Eugene Onegin op. 71, The Queen of Spades op. 70, War and Peace op. 91 & Pushkin-Walzer op. 120

Martha Argerich & Sergei Babayan (Klavier)
Deutsche Grammophon

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