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Rezension Martin Haselböck – Resound Beethoven

Knackig und mit Feuer

Martin Haselböck und das Orchester Wiener Akademie beschließen die Reihe „Resound Beethoven“ mit den Sinfonien fünf und sechs.

vonEcki Ramón Weber,

Wie entscheidend die Raumakustik eines Saals ist, zeigen die Debatten um die Hamburger Elbphilharmonie. Insofern ist es ein spannender Ansatz, Beethoven auf die Raumakustik der Uraufführungsstätten hin abzuklopfen. Seit 2014 untersucht dies Martin Haselböck mit dem Orchester Wiener Akademie an den Sinfonien und Klavierkonzerten und dokumentiert es auf CD. Jetzt beschließen diese Reihe „Resound Beethoven“ die Sinfonien Nummern fünf und sechs vor, uraufgeführt am Theater an der Wien. Dort wurde mehrfach umgebaut, die Akustik von einst ist perdu. Weshalb ins Wiener Palais Niederösterreich für die Aufnahmen gezogen wurde, zu Beethovens Zeiten eine beliebte Konzertadresse. Letztlich bleibt das Unterfangen somit spekulativ. Sei’s drum: Die fünfte Sinfonie wird knackig und mit Feuer angegangen, die Gestalten werden gut ausgeleuchtet. Die Mittelsätze könnten dagegen etwas pointierter geraten. Dafür ist der Finalsatz sehr präsent und wunderbar in den Steigerungen dosiert. Die „Pastorale“ kommt lebhaft, atmosphärisch und in den Solostellen plastisch konturiert daher.

Martin Haselböck © Meinrad Hofer
Martin Haselböck © Meinrad Hofer

Resound Beethoven Vol. 8
Beethoven: Sinfonien Nr. 5 & 6

Orchester Wiener Akademie, Martin Haselböck (Leitung)
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