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CD-Rezension Dmitri Hvorostovsky

Russisch, dunkel, imposant

Sein resonanzreich klangvoller, dunkel glühender, kernig imposanter Pracht-Bariton ist natürlich ideal geeignet, um die russischen Romanzen der Romantik tiefgründig auszuloten. Und dies gelingt Dmitri Hvorostovsky gemeinsam mit seinem starken Klavierpartner Ivari Ilja auch ganz vortrefflich. Schon bei Tschaikowskys Sechs Liedern op. 73 berührt uns die meist melancholisch düstere, selten einmal in Hoffnungstöne ausbrechende Todesnähe. Bei Mussorgsky…

vonPeter Krause,

Sein resonanzreich klangvoller, dunkel glühender, kernig imposanter Pracht-Bariton ist natürlich ideal geeignet, um die russischen Romanzen der Romantik tiefgründig auszuloten. Und dies gelingt Dmitri Hvorostovsky gemeinsam mit seinem starken Klavierpartner Ivari Ilja auch ganz vortrefflich. Schon bei Tschaikowskys Sechs Liedern op. 73 berührt uns die meist melancholisch düstere, selten einmal in Hoffnungstöne ausbrechende Todesnähe. Bei Mussorgsky und seinen Liedern und Tänzen des Todes wird sie sogar zu heftigster Balladen-Dramatik gesteigert. Hvorostovsky kostet die Drastik dieser Kunst intensiv aus. Sergej Tanejew galt als Lieblingsschüler Tschaikowskys und wurde später selbst zum berühmten Lehrer von Skrjabin, Rachmaninow und Respighi. Den Liedern Tanejews eignet eine Rücknahme ins vergleichsweise Klassische – aufwühlend und emotional packend ist aber auch seine Musik.

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