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Rezension Beatrice Rana – Werke von Beethoven & Chopin

Sensationell

Beatrice Rana interpretiert mit existenzieller Dringlichkeit Beethovens „Hammerklaviersonate“ und Chopins b-Moll-Sonate.

vonFrank Armbruster,

Man kann es für verwegen halten, für die erste Einspielung einer Beethoven-Sonate die „Hammerklaviersonate“ op. 106 zu wählen, eines der schwersten Klavierwerke überhaupt. Und ist dann beim Hören verblüfft, mit welch unglaublicher technischen Souveränität Beatrice Rana dieses Monsterwerk nicht nur bewältigt, sondern in einer Differenziertheit gestaltet, die fast sprachlos macht. Rana arbeitet die Extreme dieses Werks mit größter Sensibilität und Tiefe heraus. Das Adagio sostenuto spielt sie als erschütternde, metaphysische Klage, der in der fulminant hingelegten Schlussfuge ein fast trotzig zupackender Lebenswille entgegengesetzt wird. Mit derselben existenziellen Dringlichkeit interpretiert Rana Chopins Sonate b-Moll: fast überirdisch das Espressivo im Mittelteil des berühmten Trauermarsches, das Prestofinale spielt sie als irrlichternden Fiebertraum. Eine sensationelle Einspielung.

Beatrice Rana
Beatrice Rana

Beethoven: Klaviersonate Nr. 29 B-Dur op. 106 „Hammerklavier“, Chopin: Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35

Beatrice Rana (Klavier)
Warner

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