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Rezension Arabella Steinbacher – Werke von J. S. Bach & Pärt

Viele Vorzüge

Mag auch der Wille zum Risiko gemieden werden: Arabella Steinbachers Kopplung von Bach und Pärt besticht durch Vitalität und Empfindsamkeit.

vonChristian Lahneck,

Die Kombination ist nicht so gewagt, wie sie zunächst scheinen mag. Arabella Steinbacher paart Musik von Arvo Pärt und Johann Sebastian Bach. Als Präludium spielt sie Pärts „Fratres“ (Fassung für Violine, Streichorchester und Schlagzeug), als Postludium „Spiegel im Spiegel“ (Violine und Klavier). Dazwischen präsentiert sie mit dem Stuttgarter Kammerorchester Bachs Violinkonzerte BWV 1041 und 1042 sowie im Duo mit Christoph Koncz das Doppelkonzert BWV 1043. Gerade das letztgenannte Werk ist ein Exempel gegenseitiger Inspiration. Der mittlere Satz wird nicht verschleppt, der erste nicht überdreht. Mag auch vielleicht der letzte Wille zum Risiko (bewusst?) gemieden werden: Vitalität und Empfindsamkeit zeichnen diese Aufnahme ebenso aus wie eine überlegte, jederzeit behutsame Phrasierung und Sinn für gutes Timing. Ein thematisch und musikalisch in sich geschlossenes Album mit vielen Vorzügen.

Arabella Steinbacher
Arabella Steinbacher

J. S. Bach: Violinkonzerte BWV 1041-1043, Pärt: Fratres & Spiegel im Spiegel

Arabella Steinbacher & Christoph Koncz (Violine), Stuttgarter Kammerorchester
Pentatone

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