40 Jahre lang hielt Frank Martin seine Messe für Doppelchor a cappella unter Verschluss. In einer sehr persönlichen Auseinandersetzung mit Gott entstanden, war das tief spirituelle Werk vom Schweizer Komponisten zunächst nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. 1963 kam es dann doch zur Uraufführung. Heute zählt die für zwei vierstimmige Chöre komponierte Messe – aufgespannt zwischen archaischer Schlichtheit und prächtiger Klangentfaltung – zu den bedeutendsten Chorwerken des 20. Jahrhunderts. Beim Saisonabschlusskonzert des RIAS Kammerchors unter der Leitung des Gastdirigenten Peter Dijkstra bildet sie den krönenden Abschluss eines Programms mit drei weiteren geistlichen Werken, die die Gnade Gottes herbeisehnen, darunter James MacMillans versöhnliches „Miserere“ und Nana Fortes aufwühlende Vertonung desselben Textes.
Miserere
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„Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.
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