Stockhausen für Kinder? Während viele Häuser bei der Nachwuchsförderung auf Nummer sicher gehen und auf klassische Töne setzen, beweist die Staatsoper Hamburg Mut zum Experiment. In der Opera stabile hat die Pflege zeitgenössischer Musik für junges Publikum Tradition – eine Linie, die auch unter der neuen Intendanz von Tobias Kratzer fortgeführt wird. Mit „Michaels Reise“ bringt die preisgekrönte Regisseurin Elisabeth Stöppler nun einen Teil aus Karlheinz Stockhausens monumentalem „Licht“-Zyklus auf die Bühne, seines 29-stündigen Opus magnum, das noch nie komplett aufgeführt wurde. „Michaels Reise“ ist eine vom Komponisten geschaffene instrumentale Version des „Donnerstags“. Stöppler nutzt diese Fassung für einen Trompeter, neun Mitspieler und Klangregisseur, um Menschen ab sechs Jahren einen sinnlichen Zugang zu dieser visionären Musik zu ermöglichen. Im Zentrum der Oper steht Michael, verkörpert durch die Solotrompete, der auf seiner Reise sieben Stationen rund um den Globus ansteuert. Das Publikum darf mit und taucht tief ein in die unendlichen Weiten des Universums und in selten gehörte Klänge. Im Anschluss an die Vorstellungen am 11. April kann man mit der Regisseurin ins Gespräch kommen.
Michaels Reise
-
„Musik muss uns aus der Komfortzone holen“
Stargeigerin Anne-Sophie Mutter feiert ihr 50. Bühnenjubiläum unter anderem mit Aufnahmen zeitgenössischer Werke.
Klassik in Ihrer Stadt
Newsletter
Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!



