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Spielzeiteinladung Luzerner Theater

Herzlich willkommen am Luzerner Theater!

Intendantin Ina Karr begrüsst Sie in der Spielzeit 23/24

© Lauretta Suter

Ina Karr

Ina Karr

Liebes Publikum,

«Echt» – kurz und mit vielen Bedeutungen aufgeladen ist der Titel der Spielzeit 23/24 am Luzerner Theater. Vier Buchstaben, die je nach Kontext vieles ausdrücken können: Erstaunen, ein Gütesiegel, Respekt oder auch Skepsis, Erschrecken. Das Echte, Authentische scheint uns verlockend, gleichzeitig gewinnt es erst durch Fantasie an emotionaler Bedeutung. Dieses weite Spektrum öffnet den Raum für menschliche, erstaunliche und berührende Geschichten in Oper, Schauspiel, Tanz und dem Jungen Luzerner Theater. Unser Spielplan 23/24 lädt dazu ein, echte Entdeckungen zu machen und zu erleben, wie sich Realität und Fantasie wechselseitig durchdringen.

Echt spektakulär haben wir bereits begonnen: Henry Purcells Barockoper «Dido und Aeneas» feierte Premiere auf der aussergewöhnlichen 360-Grad-Bühne DAS HAUS. Dafür haben wir ein echtes zweistöckiges Haus mitten ins Luzerner Theater gestellt. Eine 150 Jahre alte Scheune aus der Region wurde sorgfältig abgetragen und im Theatersaal wieder aufgebaut. In unserer Inszenierung von «Dido und Aeneas» stand DAS HAUS als Sinnbild für Didos Körper, darin ihre Emotionen und ihr Erleben, ihr ganzes Ich. Parallel zu dieser Koproduktion mit dem Lucerne Festival war in der gleichen Bühneninstallation, aber ganz anderer Gestaltung die zweiteilige Schauspielproduktion «Orestie» zu sehen. Der aussergewöhnliche Raum schuf eine Atmosphäre der Nähe und Vertrautheit zwischen Publikum und Bühne, die lange nachhallt. 

© Franca Pedrazzetti

«Dido und Aeneas» in DAS HAUS am Luzerner Theater. Jonathan Bloxham dirigiert das Luzerner Sinfonieorchester.
«Dido und Aeneas» in DAS HAUS am Luzerner Theater. Jonathan Bloxham dirigiert das Luzerner Sinfonieorchester.

Mit «Dido und Aeneas» zur Spielzeiteröffnung präsentierte sich Jonathan Bloxham als neuer Musikdirektor an unserem Theater. Zusammen mit Operndirektorin Dr. Ursula Benzing bildet er die neue Doppelspitze der Opernsparte. Wir freuen uns, mit Benzing eine Kollegin mit langjähriger Erfahrung und internationaler Vernetzung sowie mit Bloxham einen Künstler der jüngeren Dirigentengeneration im Team zu haben. Der britische Dirigent arbeitete bereits mit zahlreichen internationalen Orchestern, darunter das London Philharmonic Orchestra, das Mozarteumorchester Salzburg und das Tokyo Symphony Orchestra. Er zeichnet sich aus durch ein zeitgemässes Verständnis von Oper als einer gemeinschaftlichen, künstlerischen Zusammenarbeit aller Beteiligten und ein breites Repertoire von Barock bis in die Gegenwart. Als Theater für alle Generationen in Stadt und Region fühlen wir uns Tradition und Avantgarde gleichermassen verbunden.

So schlägt unsere Spielzeit 23/24 in der Oper denn auch eine lange Brücke vom Barock ins Heute, mit bekannten Werken wie auch mit viel Lust auf neue Ideen. In Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen zeigt das Luzerner Theater die Uraufführung von «Der Doppelgänger». Das Musiktheater nach Dostojewskis gleichnamiger Erzählung feiert im April 2024 in Schwetzingen Premiere und kommt in der darauffolgenden Spielzeit nach Luzern. Mit Lucia Ronchetti laden wir dafür wieder eine namhafte Komponistin in Residence ans Haus ein. Die zweite Uraufführung im Frühjahr 2024 richtet sich besonders an Jugendliche: «Siegfried!» heisst der dritte Teil des «Ring-Ding» – einer interdisziplinären Beschäftigung mit Wagners «Ring des Nibelungen». Komponist Samuel Penderbayne und Autor Christian Schönfelder lassen hierfür ein ganz neues Musiktheater entstehen. Aktuell zu sehen ist die spartenübergreifende Produktion «Orlando»: Gemeinsam mit dem bekannten Schweizer Musikspieler Jürg Kienberger haben Schauspiel und Oper Virginia Woolfs Literaturklassiker in einer ebenso vergnüglichen wie tiefgründigen Version auf die Bühne gebracht.

© Ingo Höhn

Szene aus «Orlando – eine Biographie» mit Jürg Kienberger, Wiebke Kayser, Ziad Nehme.
Szene aus «Orlando – eine Biographie» mit Jürg Kienberger, Wiebke Kayser, Ziad Nehme.

Selbstverständlich kommen auch Klassiker der Opernliteratur in unserem Spielplan nicht zu kurz. Jonathan Bloxham wird ab Anfang Dezember die konzertante Aufführung der Belcanto-Oper «I Capuleti e i Montecchi» von Vincenzo Bellini und ab März Giacomo Puccinis «La Bohème» musikalisch leiten. Bereits ab November zeigen wir Humperdincks «Hänsel und Gretel» in einer Inszenierung von Dirk Schmeding. Und die Opernsaison endet wie sie beginnt – im Barock: mit Antonio Vivaldis «Giustino» unter der Musikalischen Leitung des Barockspezialisten Jörg Halubek und in der Regie von Markus Dietz.

Die Spielzeit am Luzerner Theater hält also echte Entdeckungen bereit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihre

Ina Karr
Intendantin Luzerner Theater

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