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Rezension Yoav Levanon – Liszt: Klavierkonzerte

Virtuos

Liszts Klavierkonzerte finden im jungen Israeli Yoav Levanon einen hervorragenden Solisten, das Luzerner Sinfonieorchester hält indes nicht immer Schritt.

vonEcki Ramón Weber,

Ein wenig sieht der junge Pianist Yoav Levanon dem Romantiker Franz Liszt sogar ähnlich. Auf seinem aktuellen Liszt-Album schont er sich kein bisschen, nimmt sich beide Klavierkonzerte und noch den „Totentanz“ vor. Er erweist sich als Klangmagier mit Biss, Temperament, federnder Kraft und Funkenflug, agil und an den erforderlichen Stellen feinfühlig, etwa wenn er Triller flirrend zum Schweben bringt. Levanon schafft es tatsächlich eindrücklich, technischer Virtuosität intensive Emotionen abzugewinnen – sowohl ekstatisch als auch verträumt. Bei den Klavierkonzerten könnte das Luzerner Sinfonieorchester unter seinem Chef Michael Sanderling mehr Mut zu Schärfe zeigen, auch mehr Exzess. Schließlich geht es um den musikalischen Feuerkopf Liszt! Beim „Totentanz“ dagegen ist das Orchester dann wie ausgewechselt, hier spielt es auf Augenhöhe mit dem energiegeladenen Yoav Levanon.

Yoav Levanon
Yoav Levanon

Liszt: Klavierkonzerte Nr. 1 Es-Dur & Nr. 2 A-Dur & Totentanz

Yoav Levanon (Klavier), Luzerner Sinfonieorchester, Michael Sanderling (Leitung)
Warner Classics

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