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CD-Rezension Sakari Oramo

Galaktische Innenwelt

Der größte lebende Sinfoniker untermauert noch einmal seinen Rang: Per Nørgårds Sinfonien Nr. 1 & 8

vonVolker Tarnow,

Nach der wuchtig-expressiven 7. Sinfonie kehrt Per Nørgård in der Achten (2011) wieder in seine Innenwelt zurück, die bei aller Transparenz doch ein wenig undurchaubar ist. Malte er dort al fresco, so frönt er hier der Beschäftigung mit pointillistischen Versuchsreihen, mit ziellos durch den Klangraum gleitenden Skalen, exzessiv durchrhythmisierten Strukturen und simultanen Abläufen auf verschiedenen Zeitebenen. Der Gestus ist sehr entspannt, beim ersten Hören vielleicht auch spannungslos. In der Musik des mittlerweile 82-jährigen Dänen gelten die Gesetze der Galaxie – nur Gott kann sie vollständig erfassen, Zuschauer und Zuhörer stehen staunend vor solch dicht funkelnder Pracht. Die Wiener Philharmoniker verknüpfen die Sternbilder mit kammermusikalischem Zartsinn. Und schenken uns als Zugabe Nørgårds jugendliche, von Sibelius inspirierte 1. Sinfonie. 

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