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Rezension Rudolf Buchbinder – Diabelli-Project

Klangliches Vexierspiel

Wie vertraut Rudolf Buchbinder mit Beethovens gigantischem Spätwerk ist, wird in jeder der Variationen deutlich.

vonChristian Lahneck,

Die Lebensreise des Rudolf Buchbinder mit der Musik Ludwig van Beethovens geht weiter. Nun hat der Wiener die „Diabelli“-Variationen ein weiteres Mal aufgenommen, ergänzt sowohl um damalige als auch zeitgenössische Beiträge rund ums Walzer-Thema. Buchbinder hat eigens Kompositionsaufträge vergeben, u. a. an Max Richter, Lera Auerbach, Brett Dean und Jörg Widmann. CD 1 enthält Beethovens op. 120, CD 2 eine Mixtur aus 19. und 21. Jahrhundert. Wie vertraut Buchbinder mit Beethovens gigantischem Spätwerk ist, wird in jeder der Variationen deutlich, die er mal versonnen, mal trotzig, mal leicht, mal gravitätisch durchmisst. Buchbinder möchte keinen Zweifel aufkommen lassen, dass es sich hier um ein Opus summum handelt. Natürlich müssen die „Diabelli-Näherungen“ auf der zweiten CD sich da hintanreihen, auch wenn der Pianist jeden Takt genauso ernst nimmt. Es entsteht ein buntes klangliches Vexierspiel.

Rudolf Buchbinder © Alexander Basta
Rudolf Buchbinder © Alexander Basta

Diabelli-Project
Beethoven: Diabelli-Variationen op. 120
Auerbach: Diabellical Waltz
Dean: Variation for Rudi
Hosokawa: Verlust
Jost: Rock it Rudi
Lubman: Variation for R. B.
Manoury: Zwei Jahrhunderte später
Max Richter: Diabelli
Schtschedrin: Variation on a Theme of Diabelli
Staud: A propos de Diabelli
Dun: Blue Orchid
Widmann: Diabelli-Variation

Rudolf Buchbinder (Klavier)
Deutsche Grammophon

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