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CD-Rezension Rolando Villazon

Nicht mehr der Alte

Rolando Villazón besitzt war noch dieselbe Intensität, jedoch merkt man Knappheit in den höheren Lagen

vonMichael Blümke,

Rechtzeitig zu Rolando Villazóns 40. Geburtstag am 22. Februar ist jetzt ein Mitschnitt seiner Londoner «Werther»-Auftritte im Mai 2011 erschienen. Auf der Bühne machte er als leidenschaftliches «Gesamtpaket» mit seiner Intensität eine recht gute Figur, hört man die beiden CDs, kommt man um ein kritisches Urteil nicht herum: Der Mexikaner ist unüberhörbar nicht mehr der Alte, davon zeugt nicht nur seine reichlich unebene Tonproduktion, sondern auch die mit Kraftaufwand erkämpfte höhere Lage. Seine Partnerin Sophie Koch ist zwar stimmlich souverän, könnte aber gestalterisch mehr von Villazóns Engagement vertragen, Charlottes Seelenqualen nimmt man ihr nicht wirklich ab. Gutes Niveau bieten Eri Nakamura und Audun Iversen als Sophie bzw. Albert, ein Lichtblick ist wieder einmal Antonio Pappanos Dirigat – der Mann weiß einfach, wie man’s macht.

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