Startseite » Rezensionen » Beethoven neu erlebt

Rezension Philippe Jordan – Beethoven: Sinfonien Nr. 2 & 7

Beethoven neu erlebt

Philippe Jordan gelingt die Symbiose des edlen Wiener Klanges mit der Direktheit und Transparenz historischer Aufführungspraxis.

vonFrank Armbruster,

Eine Neueinspielung von Beethovensinfonien? Muss doch nicht sein angesichts der Vielzahl überzeugender Interpretationen von Gardiner bis Järvi, könnte man denken. Doch Philippe Jordan gelingt mit seinen Wiener Symphonikern etwas Erstaunliches: Die Symbiose des edlen Wiener Klanges mit der Direktheit und Transparenz historischer Aufführungspraxis, dynamisch beweglich und von Emphase befeuert. Großartig ist schon die selten gespielte, melodisch bestimmte Zweite, überwältigend dann die von Rhythmus dominierte Siebte: Schon die Introduktion des Kopfsatzes vibriert vor Innenspannung, die sich dann bei der Vorstellung des Hauptthemas triumphal entlädt. Mit durchweg raschen, aber nie überhetzten Tempi spielt das Orchester auf der sprichwörtlichen Stuhlkante. Beethovens revolutionärer Gestus, durch Abokonzertroutine mitunter bis zur Unkenntlichkeit reduziert – hier lässt er sich neu erleben.

Beethoven: Sinfonien Nr. 2 & 7

Wiener Symphoniker, Philippe Jordan (Leitung)
Wiener Symphoniker

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

  • „Yvonne Loriod war eine Pionierin“
    Interview Kent Nagano

    „Yvonne Loriod war eine Pionierin“

    Kent Nagano hat sich Yvonne Loriods musikalischem Nachlass verschrieben. Beim Musikfest Berlin bringt er erstmals ein Werk der bislang als Komponistin kaum bekannten Französin zu Gehör.

Anzeige

Audio der Woche

The Bach Project – 75 Jahre Neubrandenburger Philharmonie

Das Jubiläumsalbum der Neubrandenburger Philharmonie ist eine glänzende Hommage an Bach, der wie niemand sonst Tradition und Vision, Struktur und Ausdruck, Klarheit und Emotion in sich zusammenfasste.

jpc Logo
Amazon Logo
Apple Music Button

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!