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Rezension Martin Fröst – B.A.C.H

Ungewöhnliche Mixturen

Der schwedische Klarinettist Martin Fröst taucht mit Kammermusikfreunden Werke von Johann Sebastian Bach in ein neues Licht.

vonChristoph Vratz,

B.A.C.H. steht für den Namen des berühmten Komponisten, aber auch für ein daraus abgeleitetes Konzertprogramm des Klarinettisten Martin Fröst: „Beyond All Clarinet History“. Daraus entstanden ist nun ein Album mit Bearbeitungen, die der Schwede mit einer Reihe von Kammermusikfreunden eingespielt hat. So ergeben sich ungewöhnliche, letztlich gut passende Klangmixturen mit Kontrabass oder Laute und zuletzt mit ABBA-Mitglied Benny Andersson am Klavier. Musikalisch geht die Rechnung auf, weil die unterschiedlichen Stimmungen von Bachs Musik bis in ihre Extreme hin ausgeleuchtet werden: getragene Tempi an der Grenze des Sinnvollen hier und gewagte Forcierungen dort. Fröst bläst mit weichem, gesanglichem Ton. Bach-Puristen werden diese Aufnahme vermutlich kaum goutieren, doch Fröst nutzt die Chance, Bachs Musik in einem eigenen, anderen Licht leuchten zu lassen.

B.A.C.H.
J. S. Bach: Aria aus Goldberg-Variationen, Sinfonia G-Dur BWV 796, Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ BWV 639, Invention G-Dur BWV 781 u. a.

Martin Fröst (Klarinette), Jonas Nordberg (Laute), Göran Fröst (Viola), Anastasia Kobekina (Violoncello), Sébastien Dubé (Kontrabass), Benny Andersson (Klavier)
Sony Classical

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