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Rezension Bryce Dessner – Solos

Klingende Poesie

Bryce Dessner präsentiert Solostücke, die er für sich und namhafte Interpreten geschrieben hat.

vonEcki Ramón Weber,

Bryce Dessner wurde berühmt mit der New Yorker Independent-Rock-Band The National, in der er noch heute spielt. Dessner schreibt aber auch Orchester- und Kammermusik. Seitdem er 2015 nach Frankreich gezogen ist, ist er damit auch in der europäischen Szene präsent. Sein Debüt bei Sony Classical präsentiert Solowerke, die er für Klassik-Größen wie Pianistin Katia Labèque, Geiger Pekka Kuusisto oder Harfenistin Lavinia Meijer geschrieben hat. Dessner ist an der Gitarre zu hören. Atmosphärisch-motorische Minimal-Music-Einflüsse und die kontemplative Lässigkeit von Satie prägen die Klavier-, Harfen- und Gitarrenstücke, selbst die Musik für Marimba. Die Streichersoli sind dagegen expressiv, emotional, elegisch, das ferne Vorbild der Bach-Partiten scheint durch, verbunden mit Singer-Songwriter-Flair, schließlich betrachtet Dessner seine Solowerke als nonverbale Gedichte. Die sprechen direkt an. Meisterhaft eingespielt von Interpreten, die das Potenzial ihrer Instrumente intensiv auskosten.

Bryce Dessner
Bryce Dessner

Solos
Dessner: Lullaby for Jacques et Brune, Francis, Tuusula, Song for Octave, Tromp Miniature, On a Wire u. a.

Bryce Dessner (Gitarre), Pekka Kuusisto (Violine), Nadia Sirota (Viola), Anastasia Kobekina (Violoncello), Lavinia Meijer (Harfe), Colin Currie (Percussion), Katia Labèque (Klavier)
Sony Classical

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