Startseite » Rezensionen » Freude an Beethoven

CD-Rezension Lars Vogt – Beethoven: Klavierkonzerte Nr. 2 & 4

Freude an Beethoven

Lars Vogt und die Royal Northern Sinfonia katapultieren sich und ihre Hörer mit Beethoven in eine Sphäre der Vollendung

vonRoland H. Dippel,

Das Ergebnis ist berückend und beglückend, auch weil Lars Vogt die Royal Northern Sinfonia selbst die stimmigen Farben für Beethovens frühes B-Dur- und das berühmtere G-Dur-Konzert finden ließ. Die Musiker und der Solist katapultieren sich und ihre Hörer in eine Sphäre der Vollendung. Damit gewinnt der Topos des „zeitlosen Klassikers“ seine Bedeutung zurück. Lars Vogt besinnt sich auf die natürlichen Tugenden des Solopianisten: Die Bereitschaft zum musikalischen Dialog, die große Einheiten nicht aus dem Blick verlierende Liebe zum beseligenden Augenblick und die feine Kunst der Phrasierung mit dem stimmigen Gespür für Balancen. Dieser Zugang trennt nicht zwischen Schönheit und Tiefe, sondern eines bedingt das Andere. Deshalb wirkt Lars Vogts Spiel immer verhaftet mit den kompositorischen Gedanken. Auch seine Vorliebe für fließende und sangbare Tempi macht diese Einspielungen zu einer wahren Freude.

Beethoven: Klavierkonzerte Nr. 2 & 4

Lars Vogt (Klavier & Leitung), Royal Northern Sinfonia
Ondine

Auch interessant

Rezensionen

Aktuelle Rezensionen

  • International als Solistin und Kammermusikpartnerin gefragt: Raphaela Gromes
    Interview Raphaela Gromes

    „Nicht enden wollende Energie“

    Raphaela Gromes hat mit dem Ukrainischen Nationalorchester Antonín Dvořáks Cellokonzert eingespielt – für die Cellistin in vielerlei Hinsicht ein bewegendes Projekt.

Anzeige

Audio der Woche

„Pie Jesu“ aus Andrew Lloyd Webbers ergreifendem Requiem

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, das Münchner Rundfunkorchester und der Dirigent Patrick Hahn stimmen überirdische Töne an.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!