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CD-Rezension Lang Lang

Viel Event

Ein buntes Album, thematisch reizvoll und aufwendig produziert, aber künstlerisch wenig aussagekräftig

vonChristian Lahneck,

„New York Rhapsody“ heißt das neue Album von Lang Lang, der eine Reihe von Mitstreitern um sich geschart hat, darunter Herbie Hancock, Madeleine Peyroux und Pop-Sängerin Andra Day. Das Album beginnt mit Stadt-Atmo und einem Klavier, dem man reichlich viel Hall zugemischt hat. Es ist Coplands Story of our town. Längstes Stück auf dieser Mix-CD ist die Rhapsody in Blue mit Lang Lang und Hancock, die sich den Klavierpart teilen bzw. um einige improvisatorische Momente erweitern. Rassig gespielt, auch vom London Symphony Orchestra unter John Axelrod. Kein Effekt bleibt verborgen. Tiffany-Film-Reminiszenzen gibt es in Moon River. Es ist ein buntes New York-Album, thematisch reizvoll, aufwendig produziert, künstlerisch wenig aussagekräftig, weil immer wieder ein Event-Charakter durchschimmert, der weniger die Musik in den Fokus nimmt als vielmehr den marketingstarken Lang Lang mit seinen musikalischen Partnern.

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