Ein Skandal wie bei seiner Uraufführung 1913 ist Stravinskys „Le sacre du printemps“ schon lange nicht mehr, aber immer noch ein Ereignis. Zumal wenn ein Klangkörper wie das Budapest Festival Orchestra unter der Leitung seines Chefdirigenten Iván Fischer sich seiner annimmt. Mit aufgehellten Bläsern, mehr zügig pulsierend als von geheimnisvollen Untiefen getrieben interpretieren die Budapester dieses Paradestück rhythmisch aufgeheizter Ballettmusik. Geradezu leichtfüßig und anmutig melodiös gesellt sich die „Firebird Suite“ in ihrer frühen siebensätzigen Fassung hinzu. Garniert mit zwei weiteren Kleinoden, dem „Scherzo à la Russe“ und dem Tango Nr. 72, ist dieses Album Strawinsky-Liebhabern und -Einsteigern gleichermaßen zu empfehlen. Nicht von ungefähr wurde das Budapest Festival Orchestra vom Klassikmagazin Gramophone unter den weltweit besten Orchestern auf Platz 9 gewählt.
CD-Rezension Iván Fischer
Kraftvoll und brillant
Das Budapest Festival Orchestra legt unter der Leitung von Iván Fischer einen enormen Strawinsky ab
-
Der ungarische Dirigent Iván Fischer wurde 1951 in Budapest geboren. In seiner Geburtsstadt studierte er zunächst Klavier, Violine, Violoncello und Komposition, ehe er seine Ausbildung an der Wiener Musikakademie in der Dirigierklasse von Hans Swarowsky fortsetzte. Es folgte eine zweijährige prägende Assistenzzeit…
Mehr auf dem Künstlerportal
-
„Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.
Klassik in Ihrer Stadt
Newsletter
Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!





