Ein kühnes Unterfangen, afro-peruanisch inspirierte Orchesterwerke zu liefern! Also schwarze Musik aus einem Land, das so rot-indianisch geprägt ist wie sonst nur noch Bolivien. Jimmy López vermeidet tatsächlich und sogar in dem Condor-Stück Lord of the air alle Anklänge an die inkaische Pentatonik, auf die sich vor hundert Jahren die ersten Nationalromantiker Perus beriefen. Nur in América salvaje (Wildes Amerika) verwendet er Pututus, präkolumbianische Blasinstrumente aus Horn, die den klanglichen Ausgangspunkt für einen machtvollen Hymnus à la Rautavaara bilden – wozu hat López schließlich in Helsinki studiert! Perú negro lebt von effektvollen rhythmisch-perkussiven Schraffuren und von afro-brasilianischen Einflüssen Mignones. Sämtliche Elemente sind lange bekannt, neu ist nur die Kombination. Satte Orchesterfarben, vehementes Dirigat, aber über allem kreist die Konvention.
CD-Rezension Jesús Castro-Balbi
Effektvoll angeschwärzt
Afro-peruanisch inspirierte Orchesterwerke – sämtliche Elemente sind lange bekannt, neu ist nur die Kombination
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„Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.
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