Die Geschichte des Kissinger Sommer wirkt wie ein musikalischer Abenteuerroman zwischen politischer Weltlage, großen Stimmen und überraschenden Wendungen. Alles beginnt 1986 im fränkischen Kurort Bad Kissingen. Deutschland ist noch geteilt, doch das neue Festival will mit Musik Brücken bauen. Jedes Jahr wird ein osteuropäisches Land eingeladen. Künstler aus Ost und West begegnen sich auf derselben Bühne. Große Namen wie Swjatoslaw Richter treffen auf junge Talente. Dann fällt der Eiserne Vorhang, und der Kissinger Sommer erfindet sich neu. Aus dem Ost-West-Dialog wird ein weltumspannendes Festival. Gleichzeitig geben sich die ganz Großen die Klinke in die Hand. Eine von ihnen ist die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, für die es zum Abschlusswochenende ein eigenes Mini-Festival geben wird. Denn über viele Jahre hinweg hat die als „Queen of Baroque“ bekannte Sängerin in Bad Kissingen musikalische Höhepunkte gesetzt. Unter dem Motto „Mazel Tov“, was so viel wie „Glückwunsch“ bedeutet, feiert das Festival sein 40. Jubiläum und würdigt zugleich die jüdische Geschichte sowie das kulturelle Erbe der Stadt und Europas. Denn bis 1942 war in Bad Kissingen eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden Bayerns ansässig.
Kissinger Sommer 2026
Vom Ost-West-Dialog zum Erfolgskonzept
Der Kissinger Sommer feiert 2026 sein 40. Jubiläum mit einer zusätzlichen sechsten Konzertwoche. Das Festivalmotto „Mazel Tov“ nimmt dabei über den gesamten Zeitraum die jüdische Geschichte des Kurortes in den Fokus.
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„Musik muss uns aus der Komfortzone holen“
Stargeigerin Anne-Sophie Mutter feiert ihr 50. Bühnenjubiläum unter anderem mit Aufnahmen zeitgenössischer Werke.
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