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Regula Mühlemann mit Passionsprogramm

Licht im Dunkel

Geistliche Arien und weltliche Ballettmusik verbinden Regula Mühlemann und Gianandrea Noseda zu einem abwechslungsreichen Passionsprogramm.

vonBenjamin Elsholz,

„Exsultate, jubilate“ – mitten in der Passionszeit? Aber klar: Ohne das Versprechen von Ostern würde das Christentum die Passionszeit gar nicht begehen. Und so ist es schlüssig, dass Regula Mühlemann und Gianandrea Noseda Mozarts jubelnde Motette in ein Programm einbinden, das sich ansonsten dem Leiden widmet. Haydns instrumentale Vertonung der „Sieben letzten Worte“ Jesu am Kreuz und Vivaldis Sinfonia „Al Santo Sepolcro“ („Am Heiligen Grab“) erklingen in Verbindung mit Arien aus Pergolesis „Stabat Mater“, in denen Maria den Tod ihres Sohnes beweint. Als tiefsinnige Interpretin konzentriert sich Regula Mühlemann ganz auf den musikalischen Ausdruck: Nie habe sie von berühmten Bühnen geträumt, „sondern davon, eine Arie wirklich gut zu singen“, so die Sopranistin kürzlich im Interview. Im zweiten Teil des Konzerts steht der geistlichen Passion das leidenschaftliche Drama um Romeo und Julia gegenüber. Als Ballettmusik vertonte Sergej Prokofiev mit expressiver Klangsprache die berühmte Liebesgeschichte, die mit dem Tod des jungen Paares endet. Doch auch hier erscheint hinter aller Tragik ein Lichtblick: Am Grab versöhnen sich die verfeindeten Clans.

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