Augustin Hadelichs Lieblingsstück

Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 2

Für den deutsch-amerikanischen Violinisten Augustin Hadelich ist das Violinkonzert Nr. 2 von Béla Bartók ein absolutes Meisterwerk

© Rosalie O'Connor

Augustin Hadelich

Augustin Hadelich: Ich war acht Jahre alt, als ich zum ersten Mal die Noten von dem Violinkonzert Nr. 2 von Bartók in den Händen hielt. Die Intensität seiner musikalischen Sprache faszinierte mich sofort, und so fing ich an, es zu üben. Natürlich brauchte ich viele Jahre, bis ich die technischen Hürden des Geigenparts, von Doppelgriffen bis hin zu Vierteltönen, nach und nach bewältigen konnte. Es war später das Violinkonzert, mit dem mir der erste Durchbruch beim Wettbewerb von Indianapolis gelang.

Bartók komponierte das Werk zwischen 1937 und 1938, zu einer Zeit also, in der man sich nur schwer eine positive Zukunft vorstellen konnte. Das spiegelt sich auch in seinem emotionalen und manchmal zerreißend intensiven zweiten Violinkonzert wider. Es gibt auch viele lyrische und sogar einige humorvolle Momente, am Ende überwiegen jedoch die unerbittlichen, düsteren Kräfte.

Bartók erforschte ungarische Rhythmen

Bartók liebte und erforschte die ungarische Folklore, die ihm als stilistische Grundlage vieler Werke diente. Ich liebe die ungarischen Rhythmen und Figurationen in Bartóks Werken, die unglaublich farbenreiche, von den Impressionisten inspirierte Instrumentation, und die strenge Logik, die seiner Musik innewohnt. Der zweite Satz ist ein Thema mit Variationen, der dritte Satz eine Variation des ersten – er folgt der gleichen Form und greift alle Themen und Motive auf variierte Weise wieder auf.
 Ich freue mich jedes Mal, Bartóks zweites Violinkonzert aufzuführen, und entdecke selbst heute, nach all den Jahren, immer noch Neues in der Partitur dieses Meisterwerks.

Augustin Hadelich spielt Bartóks Violinkonzert Nr. 2:

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Termine

Samstag, 02.03.2024 19:00 Uhr Semperoper Dresden

Augustin Hadelich, Sächsische Staatskapelle Dresden, Jakub Hrůša

Bartók: Violinkonzert Nr. 2, Dvořák: Nocturne H-Dur op. 40, Honegger: Sinfonie Nr. 3

Sonntag, 03.03.2024 11:00 Uhr Semperoper Dresden

Augustin Hadelich, Sächsische Staatskapelle Dresden, Jakub Hrůša

Bartók: Violinkonzert Nr. 2, Dvořák: Nocturne H-Dur op. 40, Honegger: Sinfonie Nr. 3

Montag, 04.03.2024 19:00 Uhr Semperoper Dresden

Augustin Hadelich, Sächsische Staatskapelle Dresden, Jakub Hrůša

Bartók: Violinkonzert Nr. 2, Dvořák: Nocturne H-Dur op. 40, Honegger: Sinfonie Nr. 3

Dienstag, 12.03.2024 20:00 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Augustin Hadelich, Tschechische Philharmonie, Semyon Bychkov

Dvořák: In der Natur op. 91, Violinkonzert a-Moll op. 53 & Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Freitag, 15.03.2024 19:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Augustin Hadelich, Konzerthausorchester Berlin, Iván Fischer

Dvořák: Slawische Tänze c-Moll op. 46/7 & H-Dur op. 72/1 & Violinkonzert a-Moll op. 53, R. Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30

Sonntag, 17.03.2024 16:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Augustin Hadelich, Konzerthausorchester Berlin, Iván Fischer

Dvořák: Slawische Tänze c-Moll op. 46/7 & H-Dur op. 72/1 & Violinkonzert a-Moll op. 53, R. Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30

Sonntag, 24.03.2024 11:00 Uhr Prinzregententheater München

Augustin Hadelich, Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, …

Mozart: Violinkonzert D-Dur KV 218, Rondo KV 250 & Divertimento F-Dur KV 247

Montag, 08.04.2024 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Augustin Hadelich, Noah Bendix-Balgley, Berliner Barock Solisten

Mozart: Adagio und Fuge c-Moll KV 546, Violinkonzert D-Dur KV 218, Concertone C-Dur KV 190 & Rondeau. Allegro aus der Serenade D-Dur KV 250, Mozart/Jockel: Adagio und Allegro f-Moll KV 594

Freitag, 24.05.2024 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Augustin Hadelich, Konzerthausorchester Berlin, Joana Mallwitz

Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77, Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55

Samstag, 25.05.2024 20:00 Uhr Konzerthaus Berlin

Augustin Hadelich, Konzerthausorchester Berlin, Joana Mallwitz

Brahms: Violinkonzert D-Dur op. 77, Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55

Rezensionen

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Existenzielle Hörerfahrung

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Rezension Augustin Hadelich – Bohemian Tales

Böhmische Geschichten

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