Vogelgezwitscher, Donner und Wind oder Schlachtenszenen – in der Barockmusik wurden außermusikalische Phänomene oft lautmalerisch nachgeahmt. Durch entsprechend bildhafte Assoziationen sollten die Emotionen der Hörer geweckt werden. Der britische Tenor Ian Bostridge (Foto), der mit seinem scharfsinnigen Zugriff auf das Repertoire schon seit langem den Olymp der Liedinterpreten bewohnt, hat zusammen mit dem italienischen Barockorchester Europa Galante ein Programm erstellt, das den Aspekt musikalischer Affekte bis in die späte Renaissance zurückverfolgt. Denn schon Komponisten wie Claudio Monteverdi und Carlo Farina wussten mit neuen Spieltechniken die Palette der Gefühlsausdrücke farblich anzureichern. Also Ohren spitzen: Wo bellen die Hunde und streiten die Katzen? Wann wird zum Ritterkampf geblasen? Und war das nicht eben ein improvisierender Organist?
Ian Bostridge (Tenor), Europa Galante, Fabio Biondi (Violine & Leitung)
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„Da habe ich gemerkt: Elsa, du musst noch viel lernen!“
Elsa Dreisig hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass sie weiß, wer singt.
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