Die Oper Leipzig zählt zu den traditionsreichsten Musiktheatern in Deutschland: 1693 wurde mit dem Opernhaus am Brühl seine erste Spielstätte eröffnet – als drittes bürgerliches Musiktheater in Europa nach dem Teatro San Cassiano in Venedig und der Hamburger Oper am Gänsemarkt. Nach mehreren Standortwechseln bezog die Oper 1868 ihr Quartier im Neuen Theater, das im Stil des Klassizismus und nach Plänen von Carl Friedrich Langhans am Augustusplatz errichtet wurde. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde es in den Anfangsjahren der DDR abgerissen. 1960 wurde das Haus am Augustusplatz mit einer Aufführung von Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ wiedereröffnet. Heute finden hier bei Vorstellungen bis zu 1273 Zuschauer Platz.
Als Hausorchester versieht das Gewandhausorchester seit 1840 den Operndienst. Zu den Wegmarken der Aufführungsgeschichte zählen unter anderem die deutsche Erstaufführung von Carl Maria von Webers „Oberon“, der erste vollständige „Ring des Nibelungen“ jenseits des Bayreuther Festspielhauses und die Uraufführungen von Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ sowie zwei Teilen aus Karlheinz Stockhausens Zyklus „Licht“.
Als erster Intendant nach der Wiedervereinigung prägte der Komponist Udo Zimmermann maßgeblich die Geschichte des Hauses. Ab 1991 führte zudem Uwe Scholz als Ballettdirektor und Chefchoreograf das Leipziger Ballett in die vordere Reihe der deutschen Ballettcompagnien.
Im Sommer 2026 hat Lydia Schubert die Intendanz interimsweise übernommen – auf sie soll 2028 Peter Heilker, derzeit stellvertretender Intendant des Musiktheaters an der Wien, folgen. Die musikalischen Geschicke verantwortet seit der Spielzeit 2025/26 Generalmusikdirektor Ivan Repušić.





