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Rezension Tabea Zimmermann – Britten: Lachrymae

Originell

Tabea Zimmermann und dem Ensemble Resonanz gelingen kammermusikalische Klänge ebenso gut wie orchestrale Farben.

vonChristoph Vratz,

Eine originelle Programmzusammenstellung bieten Tabea Zimmermann und das Ensemble Resonanz. George Ensecus früher Geniestreich, das Oktett op. 7, erklingt hier in einer Fassung für Streichorchester, Benjamin Brittens Zyklus „Lachrymae“ mit John-Dowland-Vertonungen in einer Version für Bratsche und Streicher. Es ist ein Album der Farben, der feinen Abstufungen. Das knapp 40-minütige Oktett klingt frisch und voller Verve (in Sätzen wie „Très fougueux“), sanft und entrückt („Lentement“) und energiegeladen (im abschließenden „Très marqué“). Kammermusikalisch und orchestral zugleich – diese Mixtur zeichnet auch den Britten-Zyklus aus, den Zimmermann mit warmen Farben eröffnet und dabei auch den Charakter des Verhangenen, Andeutenden herausstellt. Hier ist eine Fülle von Gegensätzen in dichter Folge zu erleben. Eine insgesamt aparte, ungewöhnliche Zusammenstellung, eingefangen auf sehr hohem künstlerischem Niveau.

Britten: Lachrymae op. 48, Enescu: Streichoktett C-Dur op. 7

Tabea Zimmermann (Viola), Ensemble Resonanz
harmonia mundi

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