Startseite » Rezensionen » Orchestrale Weite

Rezension Philharmonic String Quartet Berlin – Werke von Suk & Dvořák

Orchestrale Weite

Das Philharmonic String Quartet Berlin überzeugt mit konzentrierter Linienführung in Streichquartetten von Josef Suk und Antonín Dvořák.

vonEcki Ramón Weber,

Fantastisch, diese Prägnanz und Unbedingtheit im zweiten Streichquartett von Josef Suk, diese markanten Phrasierungen, die pointierte Akzentuierung! Diese nahezu orchestrale Weite und dann wieder die konzentrierte Linienführung, wenn sich eine einzelne Melodie aus dem Kollektiv löst. Oder wenn im vierten Satz eine sachte, bewegte Klangfläche unversehens in expressionistische Getriebenheit umschlägt. Das Philharmonic String Quartet Berlin hat diese Musik bis zum Grund durchdrungen. Das zeigt sich in jedem Moment dieser fulminanten Einspielung des Ensembles, das aus vier jungen Mitgliedern der Berliner Philharmoniker besteht. Josef Suk war der Lieblingsstudent und Schwiegersohn von Antonín Dvořák. Beide sind auf diesem Album mit einem exemplarischen Streichquartett vertreten. Dvořák mit seinem vorletzten, Nr. 13, der Summe all dessen, was an seiner Musik so wundervoll ist: prägnante Melodien, farbgesättigte Harmonien, tänzerisches Teperament, hymnisches Ausschwingen. Eine mitreißende Einspielung und für beide Werke ein Meilenstein.

Philharmonic String Quartet
Philharmonic String Quartet

Suk: Streichquartett Nr. 2 & Dvořák: Streichquartett Nr. 13

Philharmonic String Quartet Berlin
decurio

Auch interessant

Rezensionen

Aktuelle Rezensionen

  • „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“
    Interview Joshua Bell

    „Ohne Geige würde mir die Seele fehlen“

    Seit 2011 leitet Joshua Bell die Academy of St Martin in the Fields. Sein Violinspiel liegt in zahlreichen Aufnahmen vor – und in 20 000 digitalen Samples.

Anzeige

Audio der Woche

Gabriel Meyer präsentiert „Before I Knew“

Der Zürcher Pianist Gabriel Meyer veröffentlichte am 19. Dezember 2025 seine zweite Single „Before I Knew“. Das Stück setzt den mit dem Debüt begonnenen Weg fort und ist Teil des Albums „Remember“, das im Mai 2026 erscheint.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!