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Rezension Nicola Benedetti – Violin Café

Die Welt im Kaffeehaus

Geigerin Nicola Benedetti und eine bravouröse Kombo sorgen für betörende Extraklasse mit Arrangements großer Komponisten und Traditionals.

vonEcki Ramón Weber,

Romantisches und modernes Repertoire, Bravour- und Charakterstücke, in neuen, stimmigen Arrangements, nämlich im Sound von Kaffeehausmusik, präsentiert die preisgekrönte Geigerin Nicola Benedetti auf ihrem neuen Album „Violin Café“. Dafür hat sie sich mit Samuele Telari, Plínio Fernandes, Brighde Chaimbeul und Yume Fujise zu einem wundervollen Ensemble zusammengetan. Das Spektrum der Stücke reicht von der Mozart-Zeitgenossin Maria Theresia von Paradis über Claude Debussy und Ernest Bloch bis zu Peter Maxwell Davis und Traditionals. Tief durchlebte Leidenschaft, Sehnsuchtsklänge und Melancholisches gibt es zu hören, inbrünstige Kontemplation, auch mal Sentimentales, eine temperamentvolle Mazurka, spanisches Feuer, mexikanischen Schmelz, packende Verarbeitungen jiddischer Traditionen und Schottisches mit Dudelsackbegleitung. Nicola Benedetti zeigt sich an der Violine als Könnerin in allen Spielarten und Idiomen. Ihre inspirierte Kaffeehaus-Band steht ihr in nichts nach. Musikantische Lust, ja mitunter wilde Musizierwut, ziehen einen unaufhörlich ins klingende Geschehen. Fantastisch! Was für ein Lichtblick, in dieses Café geht man sehr gerne.

Violin Café
Werke von Wieniawski, Dushkin, Maxwell Davies, Sarasate, Bloch, Debussy u. a.

Nicola Benedetti (Violine), Yume Fujise (Violine), Thomas Carroll (Violoncello), Plínio Fernandes (Gitarre), Samuele Telari (Akkordeon), Brighde Chaimbeul (Dudelsack)
Decca

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