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Rezension NDR Radiophilharmonie – Epic Orchestra

Opulente Coolness

Technische Perfektion prägt diese aufwendig auf innovativ getrimmten Sounds aus fast fünfzig Jahren Filmmusik, Crossover, Neoklassik und lockerer Avantgarde.

vonRoland H. Dippel,

Technische Perfektion prägt diese aufwendig auf innovativ getrimmten Sounds aus fast fünfzig Jahren Filmmusik, Crossover, Neoklassik und lockerer Avantgarde von Max Richters Vivaldi-Paraphrase mit dem Violinsolo von Eldbjørg Hemsing bis zur mit Olga Peretyatko prominent besetzten Vokalise aus „Spiel mir das Lied vom Tod“. Charismatische Glätte dominiert im gefälligen Streicherteppich der NDR Radiophilharmonie. Räumliche, dramatische, koloristische Eigenheiten, wie sie zum Beispiel von Ennio Morricone bei der Komposition mitgedacht wurden, versinken in rauschhaften Brandungen ebenso wie die Individualität der Interpreten. Markante Instrumente, etwa die Orgel der Konzertkirche Neubrandenburg, wurden dazu gemixt. Unterschiede der Haltung zwischen den Dirigenten Ben Palmer und Michael England sind kaum merkbar: Akustisches Blendwerk mit überwältigend opulenter Coolness.

NDR Radiophilharmonie
NDR Radiophilharmonie

Epic Orchestra
Zimmer: The Blue Planet & Interstellar – Cornfield Chase
Chilly Gonzales: Advantage Points
Shore: Anrion aus „The Lord of the Rings“
Jenkins: Adiemus & Allegretto aus „Palladio“
Desplat: The Imitation Game
Djawadi: A Lannister Always Pays His Depts
Morricone: Once Upon a Time in the West
Glass: Closing aus „Mishima“
Motschmann: Tristia
Martynov: 4. Satz aus „Come in!“
Richter: Spring I aus „The Four Seasons recomposed“
Einaudi: I Giorni

Cameron Carpenter, Olga Peretyatko, Sebastian Knauer, Eldbjörg Hemsing, Vocal Ensemble Pop Up, Modern String Quartet, NDR Radiophilharmonie, Ben Palmer & Michael England (Leitung)
Sony Classical

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