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CD-Rezension Mikael Ayrapetyan

Armenische Bekenntnisse

Eine konzentrierte Leistung, ohne zu überwältigen: Mikael Ayrapetyan entdeckt die Musik von Eduard Abramian

vonChristoph Vratz,

Mikael Ayrapetyan entdeckt die Musik seines armenischen Landsmanns Eduard Abramian. In der Ersteinspielung von dessen an Chopin angelehnten Sammlung mit 24 Préludes aus dem Jahr 1958 zeigt er, dass es durchaus lohnen kann, diese Musik für sich zu entdecken. Spätromantische, volksmusikalische und zaghaft moderne Elemente bilden hier einen stellenweise sehr individuellen Stilmix, der nur selten epigonal wirkt. Ayrapetyan deutet diese Werke auf entschlossene, handwerklich solide Weise. Eine konzentrierte Leistung, ohne zu überwältigen. Die Reibungen, Lieblichkeiten, Forschheiten hätte man sich noch konsequenter vorstellen können. Der in Moskau ausgebildete Pianist besitzt eine genaue Witterung für ausgefallene Stimmungen, er besitzt auch die nötige Sorgfalt für die kleinen, mitunter traurigen Noten, doch dass diese Musik durchaus einen Zauber besitzt, vermittelt er ohne selbst zu zaubern.

Abramian: Preludes
Nr. 1-24

Mikael Araypetyan (Klavier)
Grand Piano

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