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Rezension Merel Quartett & Castalian String Quartet

Kammermusikalisches Erlebnis

Alles prall vor Vitalität und Elan: Für Mendelssohns Oktett haben sich sich das Merel Quartett und das Castalian String Quartet zusammengetan.

vonEcki Ramón Weber,

Mendelssohns großes Genie zeigte sich schon früh in seinem Streichoktett. Für dieses Werk hat sich jetzt das seit 2002 aktive Merel Quartett aus Zürich mit dem 2011 in London gegründeten Castalian String Quartet zusammengetan. Schon im wuchtigen Kopfsatz gelingt es den acht Musikern, gut eine Viertelstunde die Spannkraft zu halten: mit markanten Akzentuierungen, scharfen Linienprofilen und plastischen Auffächerungen im Klangraum. Alles prall vor Vitalität und Elan. Dieses Drängen zieht sich bis zum Schluss mit tief empfundenen Emotionen und mit viel Temperament, gleichzeitig geschliffen und ungemein präzise in der Transparenz des Stimmengeflechts. Ein kammermusikalisches Erlebnis! Das Merel Quartett allein gestaltet Mendelssohns Streichquartett Nr. 1 zunächst betulich, um sich jedoch im weiteren Verlauf freizuspielen, sodass es zunehmend elegisch, schwärmerisch, dramatisch und rasant wird.

Merel Quartett

Mendelssohn
Oktett op. 20 & Streichquartett Nr. 1

Merel Quartett & Castalian String Quartet
Solo Musica

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