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Rezension Marek Janowski – Dvořák: Stabat Mater

Kraft des Schönen

Subtil und voll spiritueller Harmonie meistern die Dresdner Philharmonie und der MDR-Rundfunkchor unter Marek Janowski Dvořáks „Stabat Mater“.

vonRoland H. Dippel,

Marek Janowski zeigt hohe Affinität zu einer der längsten Vertonungen von Iacopone da Todis geistlicher Marienklage. Mit der in ihren Einspielungen der jüngsten Zeit bemerkenswert breit aufgestellten Dresdner Philharmonie entstand eine überaus transparente und klangräumlich subtil gestaffelte Interpretation. Die Solostimmen sind einer spirituellen Gefasstheit und schlichten Verinnerlichung verpflichtet. Mit Antonín Dvořáks spätromantischer, von liebevollen Details durchsetzter Partitur ist der MDR-Rundfunkchor bestens vertraut. Er zaubert in sphärischen Piani und aufschwingend getragenen Passagen wunderschöne Wirkungen, denen die Dresdner Philharmonie mit feinen Details folgt. Obwohl die beliebte Komposition zu einer Zeit mehrerer Trauerfälle in Dvořáks engstem Familienkreis entstand, vernimmt man vor allem eine tiefe Zuversicht, spirituelle Harmonie und Vertrauen in die Kraft des Schönen.

Marek Janowski
Marek Janowski

Dvořák: Stabat Mater op. 58

Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Roxana Constantinescu (Mezzosopran), Christian Elsner (Tenor), Tareq Nazmi (Bass), MDR-Rundfukchor, Dresdner Philharmonike, Marek Janowski (Leitung)
Pentatone

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