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CD-Rezension Jean-Guihen Queyras

Pure Nervenendmusik

Oft gespielt, doch selten derart expressiv und feinnervig gehört: Schönberg und Berg wirken nach dieser Klangbehandlung durch das Ensemble Resonanz brandaktuell

vonChristoph Forsthoff,

Zehn Jahre in Pierre Boulez› Ensemble Intercontemporain hinterlassen ihre Spuren – kein Wunder also, dass Jean-Guihen Queyras zu einem der entdeckungsfreudigsten Solisten seiner Generation avanciert ist. Und dabei in den vergangenen drei Jahren auf seiner Tour d’Horizon in Hamburg als Artist in Residence die nicht minder neugierigen Musiker des Ensemble Resonanz in zahlreichen Konzerten mitgerissen hat. Ihr komprimiertes CD-Ergebnis: Eine alles andere als Verklärte Nacht, in der sie gemeinsam alles Unheimliche wie auch unheimlich Süßliche freilegen und einen geradezu unbändigen Willen zur feinstrukturierten Durchgestaltung beweisen. Prägnant werden nicht nur die kunstvollen motivischen Strukturen herausgearbeitet, sondern auch alle Ecken und Kanten aufgedeckt. Eine Dichte, die Queyras und das Ensemble auch in der Lyrischen Suite mit herrlicher Streicherdelikatesse fortsetzen: schimmernd, wispernd, expressiv, leuchtend, ekstatisch – Nervenendmusik pur!

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