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Rezension Isabelle Faust – Ligeti: Violinkonzert

Avantgardistische Experimente

Geigerin Isabelle Faust und Pianist Jean-Frédéric Neuburger meistern auf höchstem Niveau die Herausforderungen in György Ligetis Solokonzerten.

vonFrank Armbruster,

György Ligetis polyrhythmische Verschachtelungen sind unter Musikern berüchtigt – wie etwa im ersten, mit „Vivace molto ritmico e preciso“ titulierten Satz seines Klavierkonzerts, in dem sich die divergenten metrischen Muster auf verschiedene Klangschichten verteilen. Das ist teuflisch schwer zu spielen – doch Vertracktheiten wie diese bewältigt das Ensemble Les Siècles unter der Leitung von François-Xavier Roth ebenso souverän wie es die wechselnden Aggregatzustände in Ligetis Violinkonzert minutiös herausarbeitet. Ein kleiner Querschnitt aus Ligetis vielfältigem Schaffen ist auf dieser CD auf höchstem künstlerischen Niveau versammelt: von dem folkloristisch inspirierten, vergleichsweise leicht zu hörenden Concert Românesc bis zu den avantgardistischen Experimenten der Solokonzerte, die mit Isabelle Faust (Violine) und Jean-Frédéric Neuburger (Klavier) zwei berufene Solisten haben. Zwei kurze Sätze für Streichquartett von György Kurtág ergänzen das Programm.

Isabelle Faust
Isabelle Faust

Ligeti: Violinkonzert, Klavierkonzert & Concert Românesc, Kurtág: Aus der Ferne III & V

Isabelle Faust (Violine), Jean-Frédéric Neuburger (Klavier), Les Siècles, François-Xavier Roth (Leitung)
harmonia mundi

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