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Rezension François-Xavier Roth – Beethoven & Gossec

Revolutionäres frisch entfacht

Beethovens Fünfte trifft auf François-Joseph Gossec – heute vergessen, früher relevant. François-Xavier Roth präsentiert beide energiegeladen.

vonEcki Ramón Weber,

Das Spannende an vielen Projekten zum Beethoven-Jahr sind die Bezüge zum historischen Umfeld. So geht auch François-Xavier Roth mit seinem Orchester Les Siècles vor. Er stellt die Fünfte Beethovens jener des heute eher vergessenen Zeitgenossen François-Joseph Gossec gegenüber. Gossec, 1829 mit 95 Jahren gestorben, hat das Ancien Régime und die Französische Revolution hautnah miterlebt. Seine „Symphonie à dix-sept parties“ kennt sowohl behütete Idyllen als auch Kampfmusiken der Revolution. Das ist vorwärtsstürmend, hat aber auch filigrane und duftige Passagen. Im Menuett finden sich sogar mokante, satirische Töne ein. Das Finale wird dann zum befreiten Fest. Roth und seine Musiker lassen dies alles deutlich heraushören. Und sie lassen in der ständigen Energiezufuhr und Hochspannung nie nach. Das gilt umso mehr für Beethovens Fünfte: forsch, dringlich, scharf akzentuiert, atmosphärisch in den Farbmischungen. Der kämpferische Überschwang bricht frisch durch. Eine Wonne!

François-Xavier Roth
François-Xavier Roth

Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 & Gossec: Symphonie à dix-sept parties F-Dur

Les Siècles, François-Xavier Roth (Leitung)
harmonia mundi

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