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Rezension Berlin Academy of American Music – Transatlantic

Gelungener Einstand

Unter der Leitung von Garrett Keast gelingt der neugegründeten Berlin Academy of American Music das Album-Debüt mit Werken aus Übersee.

vonEcki Ramón Weber,

Als die Pandemie den Konzertbereich vollends ausbremste, hat der in Berlin lebende US-Dirigent Garrett Keast gemeinsam mit Gleichgesinnten einen Aufbruch gewagt: Sie gründeten ein neues Kammerorchester, die Berlin Academy of American Music. Das Debüt-Album lässt aufhorchen. Die versammelten Stücke, von modernen Klassikern bis zu heutigen Zeitgenossen, werden mit Feinarbeit im Detail und mit dynamischem Zug im Großen gestaltet. Bei Strawinskys „Dumbarton Oaks“-Konzert wird dies schon deutlich: Die Interpretation ist taufrisch, transparent, plastisch konturiert, prägnant artikuliert, farbintensiv. Atmosphäre wird gezaubert in den „Seebildern“ von Takemitsu und bei Coplands „Appalachian Spring“. In Craig Urquharts „Lamentation“ finden Flötist Stathis Karapanos und das Orchester im sphärischen Schweben die subtilen Zwischentöne. Und bei Avner Dormans „Nofim (Sights)“ zeigt Sopranistin Chen Reiss mit den Musikern musikdramatische Qualitäten. Einstand gelungen!

Garrett Keast
Garrett Keast

Transatlantic
Werke von Strawinsky, Urquhart, Copland, Dorman u. a.

Chen Reiss (Sopran), Stathis Karapanos (Flöte), Berlin Academy of American Music, Garrett Keast (Leitung)
Onyx

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