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Rezension Anastasia Kobekina – Venice

Logik des Herzens

Auf „Venice“ vereint Anastasia Kobekina Musiken verschiedenster Epochen zu einer bewegenden Hymne auf einen der magischsten Orte unserer Welt.

vonFrank Armbruster,

Bewegende Musik sei aus einer Not heraus geschrieben, sagt Anastasia Kobekina über ihr neues Album „Venice“. Denn was Worte in solchen Ausnahmezuständen nicht auszusprechen vermögen, kann die Sprache der Musik allemal. Diese Not, aber auch dieses drängende Mitteilungsbedürfnis spürt man in jedem Takt ihrer musikalischen Reise durch Venedig, in der Epochen und Stile – mit einem Schwerpunkt auf Vivaldi – keiner Chronologie, sondern einer Logik des Herzens folgen. Monteverdis „Lamento d’Arianna“ und dessen Bearbeitung durch Kobekinas Vater, einem Komponisten, bilden den Rahmen. Oft wird gesagt, dass das Cello der menschlichen Stimme ähnele, dass es singen und deklamieren kann. In diesem Sinne ist es also prädestiniert für die musikalische Gattung des Lamento, der kunstvoll auskomponierten Wehklage. Auf diesem wunderbaren Album kann man es hören.

Anastasia Kobekina
Anastasia Kobekina

Venice
Werke von Vivaldi, Monteverdi, Strozzi, Silvestrov, Britten, Kobekin u. a.

Anastasia Kobekina (Violoncello), Azul Lima (Laute), Leonardo Bortolotto & Martin Zeller (Viola da Gamba), Fran Petrac & Maximilien Ciup (Kontrabass), Kammerorchester Basel
Sony

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