Startseite » Rezensionen » Bis ins letzte Detail ausformuliert

Rezension Alina Ibragimova & Cédric Tiberghien – Brahms

Bis ins letzte Detail ausformuliert

Keine andere Aufnahme erreicht die emotionale Dringlichkeit, mit der sich das Duo die spätromantische Welt Brahms zu eigen gemacht haben.

vonFrank Armbruster,

Die Violinsonaten von Mozart und Beethoven haben Alina Ibragimova und Cédric Tiberghien bereits komplett aufgenommen, nun legen sie mit den drei Brahmssonaten nach. Und was soll man sagen: Egal was man zum Vergleich heranzieht – alles wirkt merkwürdig pauschal gegenüber dem bis ins letzte Detail ausformulierten Spiel des russisch-französischen Duos. Selbst die wunderbare Aufnahme der Sonaten op. 100 & 108 mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov erreicht nicht ganz die emotionale Dringlichkeit, mit der sich Ibragimova und Tiberghien hier die spätromantische Welt Brahms quasi zu eigen gemacht haben. Dass dabei die liebevolle Arbeit am Detail nicht auf Kosten der prozesshaften Sonatenentwicklung geht, sondern im Gegenteil das große Ganze sich schlüssig aus dem Kleinen ergibt, ist vielleicht das eigentliche Wunder dieser Einspielung, die von einer Romanze aus der Feder Clara Schumanns abgerundet wird.

Alina Ibragimova © Eva Vermandel
Alina Ibragimova © Eva Vermandel

Brahms: Violinsonaten Nr. 1-3
C. Schumann: Andante molto op. 22/1

Alina Ibragimova (Violine), Cédric Tiberghien (Klavier)
Hyperion Records

Auch interessant

Rezensionen

Termine

Aktuelle Rezensionen

  • „Seine Musik ist elektrisierend“
    Interview Isata Kanneh-Mason

    „Seine Musik ist elektrisierend“

    Die britische Pianistin Isata Kanneh-Mason spricht im Interview über ihre Beziehung zur Musik von Sergej Prokofjew und verrät, wie sie überhaupt zum Klavier gekommen ist.

Anzeige

Audio der Woche

SPECTRUM: Wenn Musik zum Prisma wird

Eine Hommage an die Kraft der Klänge, die das Spektrum der Seele zum Leuchten bringt.

Amazon Logo
jpc Logo

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!