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CD-Rezension Alexander Melnikov – Debussy

Direkt nebendran

Pianisten-Allrounder Alexander Melnikov hat den zweiten Band der Debussy-Préludes eingespielt, ergänzt um die vierhändige Fassung von „La Mer“

vonChristian Lahneck,

Er ist einer der absoluten Pianisten-Allrounder, sein Spiel schließt jeden Verdacht von Beliebigkeit aus. Kaum ein Pianist kennt sich auf historischen wie modernen Flügeln gleichermaßen gut aus wie Alexander Melnikov. Nun hat er auf einem Érard von 1885 den zweiten Band der Debussy-Préludes eingespielt, ergänzt um Debussys eigene vierhändige Fassung von „La Mer“, hier eingespielt mit Olga Pashchenko. Man hat den Eindruck, unmittelbar neben Debussys Schreibtisch zu sitzen. Von der gelegentlichen Härte, der metallischen Schärfe, die diese Musik hin und wieder auf heutigen Steinways erfährt, ist hier nichts zu hören. Die „Brouillards“ ziehen schimmernd auf; rhythmisch prägnant, aber nicht stählern klingt „La Puerta del vino“. Die Mehrstimmigkeit in „Bruyères“ beeindruckt ebenso wie die hell und fahl zugleich schimmernden „Tierces alternées“. Melnikov weiß dem Érard alle erdenklichen Farben zu entlocken.

Debussy: Préludes Heft 2 & La Mer

Alexander Melnikov & Olga Pashchenko (Klavier)
harmonia mundi

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