Startseite » Rezensionen » Würdig

CD-Rezension Rostropovich Encores von Alban Gerhardt

Würdig

Alban Gerhardt und Markus Becker würdigen Rostropowitsch mit 18 seiner Zugaben auf einem Album

vonChristian Lahneck,

Alban Gerhardt würdigt im doppelten Rostropowitsch-Jahr (1927-2007) den großen Cellisten gemeinsam mit Pianist Markus Becker. Sie haben ein Album mit 18 Zugaben aufgenommen, beginnend mit einer Humoreske von Rostropowitsch, über Stückchen von Prokofjew und Rachmaninow bis Debussy und Ravel, um am Ende wieder bei Rostropowitsch zu landen, bei „Moderato“, einem von nur wenigen erhaltenen Werken. Obwohl hier fast nur Musik erklingt, die zum Übertreiben einlädt – mit viel Tränendrüse, mit viel Glitzer-Effekt – gelingt beiden Solisten das Kunststück, alles in Bahnen des Natürlichen zu lenken. Das macht die Qualität dieser Einspielung aus. Rhythmisch zupackend, mit weit geschwungenen Kantilenen oder aber mit großartiger Agilität spielt Gerhardt. Nie überschreitet er die Grenzen, hinter denen die Musik dann überdreht oder kitschig klingt. Eine schlüssige Aufnahme, eine aufrichtige Würdigung.

Rostropovich Encores
Rostropowitsch: Humoresque op. 5, Moderato
Prokofjew: Adagio aus „Cinderella“, Marsch aus „Die Liebe zu den drei Orangen“, Waltz-Coda aus „Cinderella“
Sinding: Presto op. 10 Nr. 1
Rachmaninow: Oriental Dance op. 2 Nr. 2, Vocalise op. 34 Nr. 14
Strawinsky: Pas de deux, Russian maiden’s song
Debussy: Clair de lune, Nocturne &amp, Scherzo, Minstrels
Scriabin: Etüde op. 8 Nr. 11
Popper: Elfentanz op. 39
Chopin: Etüde Nr. 19
Ravel: Piece en forme de habanera

Alban Gerhardt (Violoncello), Markus Becker (Klavier)
Hyperion

Auch interessant

Rezensionen

Aktuelle Rezensionen

  • „Es ist eine ewige Entdeckungsreise“
    Interview Rudolf Buchbinder

    „Es ist eine ewige Entdeckungsreise“

    Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.

Anzeige

Audio der Woche

Atemberaubendes Feuerwerk

Mit funkelnder Virtuosität und unbändiger Ausdruckskraft widmet sich Simone Kermes einer echten Rarität: der Arie È follia d’un alma stolta aus dem Oratorium Giob von Carl Ditters von Dittersdorf. Ein atemberaubendes Feuerwerk klassischer Koloraturkunst – und die Wiederentdeckung eines nahezu vergessenen Meisterwerks. Ein Track aus dem neuen Album „La Luce“.

jpc Logo
Amazon Logo
Apple Music Button

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!