Salzburger Poesie

CD-Rezension Vilde Frang

Salzburger Poesie

Vilde Frang lässt nicht nur durch Energie und dynamische Wendigkeit aufhorchen, sondern auch durch ihre Klangfarbigkeit

Unter den zahlreichen Saitenspringerinnen der jüngeren Generation gehört die Norwegerin zweifellos zu denjenigen, die nicht allein in puncto Energie und dynamischer Wendigkeit aufhorchen lassen, sondern auch durch ihre Klangfarbigkeit. Denkanstöße statt Gefiedel lautet ihre Devise in Mozarts Violinkonzerten – die vom Kammerorchester Arcangelo gern aufgenommen wird. Prägnant und doch bedachtsam gewinnt da noch jede Nebenfloskel ihre Botschaft – und die Solistin nutzt die so bereitete Bühne für Sanglichkeit und Poesie, weiß ebenso intelligent zu phrasieren wie fein und intim zu gestalten. Zugleich aber lässt dieser gänzlich unprätentiöse Mozart nicht nur immer wieder aufhorchen, sondern auch ganz genau hinhorchen, ist es doch ein höchst feinsinniges Vergnügen, wie die Geigerin und ihr Bratschenkollege Maxim Rysanov da in der Sinfonia concertante aufeinander hören und reagieren. Das Saiten-Glück muss bei Frang eben keineswegs immer ein wildes sein.

Mozart: Violinkonzerte
Nr. 1 & 5, Sinfonia concertante

Vilde Frang (Violine)
Maxim Rysanov (Viola)
Arcangelo
Jonathan Cohen (Leitung)
Warner Classics

Weitere Rezensionen

Rezension Ian Bostridge – Beethoven

Souveräne Geschmeidigkeit

Mit „Songs and Folksongs“ präsentiert Ian Bostridge eine aparte Auswahl aus Beethovens Liedschaffen, darunter Bekanntes und selten gehörte Raritäten. weiter

Rezension Nicolas Altstaedt – Veress & Bartók

Emotional durchdrungen

Nicolas Altstaedt hat sich mit Gleichgesinnten zusammengetan, die Emotionen genauso unmittelbar und fokussiert wie er selbst zum Klingen bringen können. weiter

CD-Rezension Vilde Frang – Bartók & Enescu

Beeindruckender Bartók

Das Zusammenspiel von Vilde Frang und dem Orchestre Philharmonique de Radio France macht die CD zu einem sehr hörenswerten Ergebnis. weiter

Termine

Donnerstag, 07.03.2024 20:00 Uhr Residenz München

Vilde Frang, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Robin Ticciati

Ellington: Harlem, Strawinsky: Violinkonzert D-Dur, Rachmaninow: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44

Freitag, 08.03.2024 20:00 Uhr Residenz München

Vilde Frang, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Robin Ticciati

Ellington: Harlem, Strawinsky: Violinkonzert D-Dur, Rachmaninow: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44

Donnerstag, 11.04.2024 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Vilde Frang, Berliner Philharmoniker, Hannu Lintu

Messiaen: Le Tombeau resplendissant, Strawinsky: Violinkonzert D-Dur, Kaija Saariaho: Ciel d’hiver, Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Freitag, 12.04.2024 20:00 Uhr Philharmonie Berlin

Vilde Frang, Berliner Philharmoniker, Hannu Lintu

Messiaen: Le Tombeau resplendissant, Strawinsky: Violinkonzert D-Dur, Kaija Saariaho: Ciel d’hiver, Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Samstag, 13.04.2024 19:00 Uhr Philharmonie Berlin

Vilde Frang, Berliner Philharmoniker, Hannu Lintu

Messiaen: Le Tombeau resplendissant, Strawinsky: Violinkonzert D-Dur, Kaija Saariaho: Ciel d’hiver, Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Samstag, 22.06.2024 19:30 Uhr Regentenbau Bad Kissingen

Kommentare sind geschlossen.