Die Zweite zum Zweiten

CD-Rezension Nikolai Lugansky

Die Zwei­te zum Zwei­ten

Selt­sa­mer­wei­se erfreu­en sich unter Rach­ma­ni­nows Kla­vier­so­lo­wer­ken die klei­ner dimen­sio­nier­ten grö­ße­rer Beliebt­heit als die bei­den Sona­ten. Und bei die­sen liegt ein­deu­tig die zwei­te vor­ne. Auch Niko­lai Lugan­sky hat sie vor knapp 20 Jah­ren schon ein­mal ein­ge­spielt. Im Mai die­ses Jah­res hat er sich dem Werk erneut im Stu­dio gestellt und dabei auch gleich die frü­he­re Gat­tungs­schwes­ter mit auf­ge­nom­men. Das Ergeb­nis kann sich hören las­sen. Lugan­skys neue Ver­si­on über­trifft die frü­he­re Aus­ein­an­der­set­zung mit der zwei­ten Sona­te bei wei­tem. Nicht tech­nisch, da brauch­te er sich schon damals nicht zu ver­ste­cken. Aber die emo­tio­na­le Sei­te gerät ihm heu­te viel unmit­tel­ba­rer und direk­ter, Lei­den­schaft hat er in den 90er Jah­ren nur stark gefil­tert zuge­las­sen. Bei der ers­ten Sona­te reicht er zwar nicht ganz an Bere­zovs­kys Refe­renz­auf­nah­me her­an – eine erst­klas­si­ge Ein­spie­lung ist es den­noch gewor­den.

Rachmaninow:
Klaviersonaten Nr. 1 op. 28 &
Nr. 2 op. 36

Nikolai Lugansky (Klavier)
ambroisie

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Termine

Dienstag, 28.03.2023 19:30 Uhr Neue Universität Heidelberg

Niko­lai Lugan­sky

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