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Rezension Julia Igonina – Akhunov: Jazz

Plastische Musikstücke

Für Julia Igonina und Maxim Emelyanychev hat Sergey Akhunov Skizzen von Henri Matisse vertont: mit rhythmischer Verve, zupackenden Gesten und fragilen Fragmenten.

vonEcki Ramón Weber,

Der russische Komponist Sergey Akhunov hat sich 2020 an Henri Matisses berühmtem Künstlerbuch „Jazz“ von 1947 für seinen gleichnamigen Zyklus klingender Charakterstücke inspiriert. In Auftrag gegeben wurde dieser von der Geigerin Julia Igonina und dem Pianisten Maxim Emelyanychev, der auch Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra ist. Die Musik haben beide für ihr Album mit Werken von Poulenc und Messiaen aus dem Zweiten Weltkrieg kombiniert. Akhunovs Stücke sind so konzentriert und konturiert wie die farbigen Scherenschnitte des Referenzwerks von Matisse, mit prallen Gestalten, zupackenden Gesten, rhythmischer Verve, aber auch mit fragilen Bestandteilen. Igonina und Emelyanychev setzen dies alles plastisch um, mit dem nötigen Temperament und Einfühlungsvermögen. Beide bestechen durch sehr gut abgestimmtes Zusammenspiel. Auch bei Poulenc und Messiaen.

Akunov: Jazz, Poulenc: Violinsonate, Messiaen: Louange à l’Éternité de Jésus

Julia Igonina (Violine), Maxim Emelyanychev (Klavier)
Aparté

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