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Rezension Frieder Bernius – Mendelssohn: Te Deum

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Frieder Bernius und der Kammerchor Stuttgart legen den Fokus bei Mendelssohns „Te Deum“ auf Durchhörbarkeit und klangliche Ausgewogenheit.

Die Vokalmusik Mendelssohns lag Frieder Bernius schon immer am Herzen. Im Rahmen seiner Gesamteinspielung hat der Stuttgarter Dirigent schon in den achtziger Jahren das „Te Deum“ und das „Hora est“ mit seinem Kammerchor Stuttgart aufgenommen. Nun legt er eine Neuaufnahme beider Werke in deutlich reduzierter Besetzung vor, die noch stärker den Fokus auf Durchhörbarkeit und klangliche Ausgewogenheit legt. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht brillant: Die Agilität des Chors in polyfonen Sätzen wie „Tu rex gloriae“ aus dem „Te Deum“ ist dabei ebenso frappierend wie seine klangliche und harmonische Dichte im „Tibi Cherubim et Seraphim“, wo die aus dem Chor besetzten Soprane quasi engelsgleich vom Himmel schweben. Das durchaus schwer zu singende sechzehnstimmige „Hora est“ hält dieses Niveau, und darüber hinaus gibt es auf der CD mit dem „Ave Maria“ noch eine gleichermaßen berückend gesungene Quasi-Zugabe.

Frieder Bernius

Mendelssohn: Te Deum

Kammerchor Stuttgart, Frieder Bernius (Leitung), Sonntraud Engels-Benz (Continuo-Orgel)
Hänssler

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