Saxofonvielfalt

Rezension Asya Fateyeva – Carneval

Saxofonvielfalt

Die Vielfalt an Klangfarben, die Asya Fateyeva ihren verschiedenen Saxofonen entlockt, ist so schön irritierend wie berückend.

Ist das ein Fagott? Oder eine Flöte? Solche Fragen kann sich der aufs klassische Instrumentarium geeichte Hörer beim Hören dieses Albums des Öfteren stellen, denn die Vielfalt an Klangfarben, die Asya Fateyeva ihren verschiedenen Saxofonen entlockt, ist so irritierend wie berückend. Das Saxofon nimmt ja in der E-Musik eine ähnliche Exotenrolle ein wie die Geige im Jazz, was vor allem mit seiner relativ jungen Geschichte zu tun hat: Erst 1840 hat der Belgier Adolphe Sax das Instrument erfunden, das im 20. Jahrhundert im Jazz eine grandiose Karriere gemacht hat. Und wenn das Programm der 28-Jährigen auf den ersten Blick etwas willkürlich zusammengewürfelt anmutet: Beim Hören offenbart das Potpourri aus Originalwerken wie Glasunows Saxofonkonzert und opernaffinen Arrangements doch einen inneren roten Faden, der darin besteht, die quasi-vokalen wie stilistischen Qualitäten des Instruments aufs Allerschönste zu demonstrieren.

© Gregor Hohenberg

Asya Fateyeva

Asya Fateyeva

Carneval
Lauba: Opera Fantasy
Glasunow: Saxofonkonzert Es-Dur op. 109
Massenet: Va! Laisse couler mes larmes aus „Werther“
Shor: Verdiana
Delibes: Vien, Mallika…Dome epais aus „Lakmé“
Milhaud: Scaramouche op. 165b Nr. 1
Leoncavallo: Vesti la giubba aus „Pagliacci“
Prokofjew: Romeo et Juliet-Suite op. 64

Asya Fateyeva (Saxofon), Württembergisches Kammerorchester, Ruben Gazarian (Leitung)
Berlin Classics

Sehen Sie hier den Trailer zum Album „Carneval“:

You are currently viewing a placeholder content from Youtube. To access the actual content, click the button below. Please note that doing so will share data with third-party providers.

More Information

Weitere Rezensionen

Rezension Asya Fateyeva – Time Travel

Beatles fressen Purcell

Auf dem Album „Time Travel“ haben Saxofonistin Asya Fateyeva und die Lautten Compagney Berlin die Beatles mit Purcell kombiniert – doch das Ergebnis enttäuscht. weiter

CD-Rezension Bachiana – Asya Fateyeva & WKO

Ungewohnter Bach

Asya Fateyeva und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn interpretieren Bach neu und überzeugen mit Villa-Lobos weiter

Termine

Samstag, 02.03.2024 19:30 Uhr Kultur- und Kongresszentrum Weingarten

Asya Fateyeva, Lautten Compagney Berlin, Wolfgang Katschner, Max Koch

Purcell: Dido & Aeneas, Werke von The Beatler u. a.

Mittwoch, 20.03.2024 19:30 Uhr August Everding Saal Grünwald

Time Travel

Klassik Plus
Montag, 08.04.2024 20:00 Uhr Arithmeum Bonn

The Spirit of Johann Sebastian Bach

Asya Fateyeva (Saxofon), Andreas Borregaard (Akkordeon), Eckard Runge (Violoncello)

Sonntag, 14.04.2024 19:30 Uhr Elbphilharmonie Hamburg

Asya Fateyeva, Andreas Borregaard, Eckart Runge

J. S. Bach: Goldberg-Variationen BWV 988, Werke von Dvořák, Bartók & Piazzolla

Dienstag, 23.04.2024 18:00 Uhr Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Sonntag, 12.05.2024 17:00 Uhr Staatsoper Hannover

Asya Fateyeva, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover, Ainārs Rubiķis

Mussorgski: Ouvertüre und Gopak zu „Der Jahrmarkt von Sorotschinzy“ & Bilder einer Ausstellung, Glasunow: Saxofonkonzert op. 109

Montag, 13.05.2024 19:30 Uhr Staatsoper Hannover

Asya Fateyeva, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover, Ainārs Rubiķis

Mussorgski: Ouvertüre und Gopak zu „Der Jahrmarkt von Sorotschinzy“ & Bilder einer Ausstellung, Glasunow: Saxofonkonzert op. 109

Kommentare sind geschlossen.