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Von Sibirien nach Schwaben

Teodor Currentzis wird mit Beginn der Spielzeit 2018/19 der erste Chefdirigent des neuen SWR Symphonieorchesters

vonJulia Hellmig,

Vielseitig, intensiv, kompromisslos: Teodor Currentzis wird mit der Saison 2018/2019 neuer Erster Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters.

Der gebürtige Grieche ging noch in die Dirigentenschmiede des legendären Ilja Musin und ist danach in Russland geblieben, um in Sibirien wahre musikalische Wunder zu bewirken. Von 2004 bis 2010 war er Chef an der Oper in Nowosibirsk. Während dieser Zeit gründete er das Ensemble MusicAeterna, ein Projektorchester, das mittlerweile international zu den bedeutendsten Klangkörpern für historische Aufführungspraxis zählt. Bislang veröffentlichte er mit dem Ensemble sechs Aufnahmen bei Sony Classical, darunter einen Zyklus von Mozarts drei Da-Ponte-Opern. 2014 wurde die Aufnahme von „Die Hochzeit des Figaro“ mit dem ECHO Klassik als „Operneinspielung des Jahres“ ausgezeichnet. Für seine richtungsweisenden und genreübergreifenden künstlerischen Arbeiten erhielt Teodor Currentzis 2016 den Kairos-Preis der Alfred Toepfer Stiftung, einen der höchstdotierten Kulturpreise Europas.

Vorfreude

„Ich bin glücklich und freue mich sehr auf die Arbeit mit dem Orchester. Für mich ist es von besonderer Bedeutung, den Reichtum beider Ensemble-Traditionen aufzugreifen und das neue Orchester aus dem Besten der beiden Klangkörper zu gestalten. Dazu werden wir Zeit und die Unterstützung aller benötigen. Ich werde mich mit Enthusiasmus, Liebe und Hingabe dem Orchester widmen und gemeinsam mit den Musikern die Zukunft gestalten“, berichtet der 45-Jährige über seine erste feste Position in Deutschland.

Zurück ins Ländle

Dabei ist für Currentzis die Arbeit in Deutschland, genauer gesagt in Baden-Württemberg, keineswegs neu. So war er vom Herbst 2011 bereits für einige Zeit Erster Gastdirigent des früheren SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Zudem verbindet ihn mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR seit 2009 eine gemeinsame Zusammenarbeit. Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks, freue sich, dass eine herausragende Künstlerpersönlichkeit wie Teodor Currentzis Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters werde und wünsche den Musikerinnen und Musikern sowie dem Publikum unvergessliche musikalische Erlebnisse, heißt es in der Pressemitteilung.

Bereits in der kommenden Spielzeit ist Teodor Currentzis mit dem seit Ende 2016 neu fusionierten SWR Symphonieorchester zu erleben. Auf dem Programm steht Bruckners neunte Sinfonie. Die drei Konzerte finden am 18. & 19.01.2018 in der Liederhalle Stuttgart und am 21.01 im Konzerthaus Freiburg statt.

Ein kleiner Vorgeschmack auf Teodor Currentzis mit Mahlers zweiter Sinfonie:

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